Freiwillige Feuerwehr Berlin-Mahlsdorf

Hochwassereinsatz in Magdeburg

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Am Samstag und Sonntagvormittag hatten wir die Aufgabe, quer durch die BuGa (Bundes Gartenschau, Bilder links) einen Schutzwall von 70 cm Höhe aus Sandsäcken zu errichten. Nach anfänglichen Schwierigkeiten mit der Anlieferung der Sandsäcke, wurden wir wieder von mehreren Hunderten Bürgern unterstützt und motiviert.


Die Sandsäcke wurden durch große LKWs der Bundeswehr und durch private Kleintransporter angeliefert und ausgeladen. Auch diese Arbeiten dauerten wieder bis weit in die Nacht hinein und forderten von jedem Beteiligten die letzten Kraftreserven. Wobei es an keinem Einsatzort an Getränken bzw. Essen scheiterte, denn da gab es mehr als wir alle essen und trinken konnten -- DANKE an alle die, die uns in der Versorgung unterstützt haben.


Die nächsten Nächte schliefen wir in einer anderen Schule, gegenüber der Feuerwache Magdeburg Neustadt, die, im Vergleich zu den anderen Unterkünften, einem Nobelhotel gleich kam ... endlich warmes Wasser zum duschen !

Am 15.08.2002 war es soweit, der Katastrophenstab in Magdeburg forderte drei Katastrophenschutzzüge der Berliner Feuerwehr an.


Kameraden (Halmer, Hirsch, Redlich, Dorn, Görig, Nagel und Teucher) unsere Wache haben sich auch für diesen Einsatz bereit erklärt.


Um 18°° Uhr haben sich alle Fahrzeuge und Einsatzkräfte auf der Wache Treptow getroffen, wir wurden in Zügen aufgeteilt und gegen halb acht fuhren wir los Richtung Magdeburg. Insgesamt waren es 23 Fahrzeuge der Berliner Feuerwehr, es war ein ansehnlicher Konvoi.Wir kamen gegen 24°° Uhr, nach einen Tankstop, in Magdeburg an.


Der Zug Nord, dem wir angehörten, wurde im Kieswerk Barlebener See zum Sandsäcke befüllen eingesetzt. Diese Arbeit machten wir etwa bis 6°° Uhr. Um 7°° Uhr trafen sich alle Züge zum gemeinsamen Frühstück und gegen 8°° Uhr bezogen wir unser erstes Quartier, eine Sporthalle, im Zentrum von Magdeburg.


Nach knapp 3 Stunden Schlaf fuhren wir in die Turmschanzenstrasse (links) und erhöhten dort den Deich mit BigBags und Sandsäcken. Dort arbeiteten wir den ganzen Freitag bis in die Nacht mit einer Vielzahl an freiwilligen Helfern. Das System war ganz einfach: Es wurde Folie ausgelegt und die BigBags, befüllt mit 1,6 t Sand draufgestellt, die Folie wurde über die BigBags geschlagen und mit vier Reihen Sandsäcken noch etwas erhöht und beschwert. Dieses System wandten wir auf knapp 2 km Deich an und schützten somit das Ministerium von Sachsen Anhalt vor dem Hochwasser. Geschlafen haben wir in dieser Nacht in den Klassenräumen einer Schule.

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Unsere Freizeit für Ihre Sicherheit ...